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Im Jahr 2004 wurde der DAC Peer-Review von 2008 zufolge Norwegens EZ umstrukturiert, sie liegt jetzt voll im Verantwortungsbereich des Außenministeriums. Hauptverantwortlicher für die Umsetzung der EZ ist der Minister für Umwelt und EZ, der auch noch das unabhängige Umweltministerium leitet.

Die Durchführungsorganisation für EZ, Norad (Norwegian Agency for Development Cooperation) wurde umgewandelt in ein technisches Direktorat des Außenministeriums, während Norfund, das für die Förderung des Privatsektors zuständig ist, jetzt unabhängig von Norad ist. Die Rolle der Botschaften im Management bilateraler EZ wurde gestärkt.

Das Personal wurde sowohl in der Zentrale wie auch vor Ort seit 2004 aufgestockt, es gab im Jahr 2008 im Außenministerium 774 und in Norad 228 Mitarbeiter. Dabei war die Aufstockung von im EZ-Bereich des Ministeriums tätigem Personal höher als in anderen Bereichen wie Diplomatie oder Handel. In den Botschaften wurde das in Norwegen angestellte Personal auf 632 Mitarbeiter aufgestockt, weitere 779 Mitarbeiter hatten lokale Verträge. 28% des Personals sei vor Ort tätig; wenn man lokale Experten einbezieht, erhöhe sich der Anteil auf 50%.

Norwegens Mittel für EZ sind im Jahr 2007 um 26% auf 3.727 Mio. USD oder 0,95% ODA/BIP gestiegen. Diese Rate liegt seit über 30 Jahren über der Marke von 0,7% und ist jetzt die höchste unter allen DAC-Mitgliedern. Norwegen hat sich 1% ODA/BIP zum Ziel gesetzt und diese Rate für sein Budget 2009 eingeplant.

2005 wurde ein innovatives EZ-Instrument namens „Öl für Entwicklung“ eingeführt, das seitdem stark ausgeweitet wurde und die Partnerländer zum effektiven Management eigener Ölreserven, damit verbundener Einkünfte und relevanter Umweltfragen befähigen soll. Es besteht aus Aufbau von Managementstrukturen im Ölsektor und wird von der norwegischen Ölindustrie beraten. Bei Bedarf steht auch ein kleiner Pool von Experten zur Verfügung. Bis jetzt wurden zehn Länder langfristig gefördert, weitere 20 erhielten begrenzte Unterstützung.

Angesichts zunehmender ODA-Mittel werden künftig neue Initiativen in den Feldern Klimawandel und Abholzung und Verarmung der Wälder gestartet. Hier gibt es drei Hauptfelder: Saubere Energie (in Afrika, Lateinamerika und Asien); klimarelevante Forschung, TZ und der Privatsektor; Förderung multilateraler Institutionen. Ein neu entwickelter Aktionsplan für Umwelt betont die Berücksichtigung von Umweltaspekten in der EZ.

Folgende Grafik der OECD gibt Aufschluss über die Höhe und Verwendung der norwegischen Mittel für die EZ. Hauptnehmerländer sind Sudan, die Palästinischen Gebiete, Tansania und Afghanistan, denen im Jahr 2007 zusammen 387 Millionen US$ oder über 10% der gesamten Mittel zugewiesen wurden.

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